Schlagwort-Archive: Gefühle

Impressionen aus Teneriffa…

Meine Frau und ich sind eben aus unserem Trip von Teneriffa heimgekommen…

Leider ist so ne Woche immer sehr schnell rum. Ich konnte aber ein paar Bücher lesen, nachdenken, surfen oder sowas in der Art :-), bisschen rumknippsen, Sonne tanken und braun werden… 🙂

Meine Gattin hat mich beim Foto schießen unterstützt…

 

Advertisements

Tag 3. Hanoi – in der Hitze, im …

Wir sind angekommen. Gestern abend sind wir in Hanoi gelandet. Davor hatten wir noch einen ca. fuenfstuendigen Aufenthalt in Seoul (Suedkorea). Anscheinend in einem besten Flughaefen der Welt. War ganz nett, wir konnten rumliegen wo wir wollten, Platz gab es nen Haufen…

Ich war echt gespannt auf die erste ‚Beruehrung‘ mit der vietnamesischen Hitze. Und die hat echt nicht auf sich warten lassen. Wenn man aus dem Flughafen rauskommt, ist es als ob man gegen eine Wand aus Hitze, Feuchtigkeit und Geruechen prallt.

Gewoehnungsbeduerftig – aber interessant. 🙂

Wir sind dann durch das naechtliche Hanoi direkt zu unserem Hotel gefahren. Wenn wir so ein Niveau weiterhin haben, werde ich mich sicher nicht beklagen. Huebsches, sauberes Zimmer mit Klimaanlage + Fruehstueck. Das ganze fuer ein paar Euro…

Meint ihr wir kriegen noch nen Rabatt, wenn ich die erschlagene Kakerlake aus unserem Bad reklamiere? 🙂

Es ist ja gerade Regenzeit in Vietnam, zumindest in einigen Teilen. Heute nachmittag hat sich ein huebsches Gewitter angekuendigt als wir in der Stadt waren.

Diesen Lauf, werde ich glaube ich mein Leben nicht vergessen. Wir zu sechst. Drei Maedels, drei Jungs. Durch die Stadt. Durch Baeche, kleine Fluesse. Wasserfaelle von den Daechern. Alles nass. Alles versteckt sich.

Alles? Wir nicht! Und unser Lachen… 🙂

Fotos folgen sobald ich nen Card-Reader habe…

Sommerregen – Sommergewitter…

Durch den Regen – durch den Wald – Wasser – von oben – überall – im Gesicht – an den Armen – in den Ohren – Sommerregen – die Gewalt – ein Element – Lebendigkeit – am ganzen Körper – mit allen Sinnen – durch die Stadt – die Menschen verstecken sich vor dem Wasser – bin ich der einzige der sich freut? – Blitze – Donner – Angst – trifft er mich? – die Sekunden zählen – x 360 m/s – ganz schön nah das Gewitter – ich bin ihm ausgesetzt – noch einige Kilometer heim – das Training – die Pflicht – der Marathon – am Sonntag – ich schaffe es – nach Hause – den Marathon – das Wasser läuft die Straße runter – über die Wege – die Kreuzungen – Pfützen – kleine Seen – nass bin ich sowieso – mit beiden Füßen durch die Seen – die Leute schauen – verstecken sich – einige lachen – ich bin dafür lebendig – und dankbar – am Leben zu sein – es wird Sommer – man spürt es – der Regen ist warm – eben war er noch kalt – man kommt nach Hause – war ich baden? – unter die Dusche – ans Notebook – Training auswerten – lockere 11 km – Artikel schreiben – grinsen… DANKE GOTT!

Zweifel – Ein Zeichen von Glaubensschwachheit?

Heute darf ich wieder mal einen Gastbeitrag, diesmal von meinem guten Freund Waldemar veröffentlichen. Wie schon die Überschrift vermuten lässt, geht es um Zweifel.

Ich bin mir sicher, dass sich schon jeder von euch damit beschäftigt hat. Wieso kommen Zweifel? Woran genau zweifle ich? – Oft bringen diese und andere Zweifel einen leider gehörig durcheinander.

Lest euch einfach mal den Artikel durch – er wird euch bereichern.

Kurzen Dank auch an dieser Stelle an Waldemar für deine Mühe… 🙂

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Themen wie Verantwortung, Dienste für Gott und verschiedenen anderen Dingen, die wichtig im Glaubens – und Gemeindeleben sind. Dabei stoße ich immer wieder an die Grenzen meiner Komfort-Zone….

Es ist nicht einfach Vollzeit-Christ zu sein. Man will für Gott was machen, automatisch erkennen wir in diesem Wunsch den Dienst an unseren Mitmenschen, den Auftrag das Evangelium weiterzugeben. Unseren Kollegen, Mitschülern, Menschen in unserem direkten Umfeld mit der frohen Botschaft (die nicht nur zu Jesu Zeiten war, sondern auch heute noch in unserer modernen Gesellschaft gebraucht wird) zu erreichen. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass der Egoismus und der Stolz, die Bequemlichkeit und die „Das machen schon die Anderen“ – Statements,  einen immer wieder davon abhalten. Doch man ist umso stärker und gesegneter, wenn man Aufgaben für Gott erfüllt und Menschen dient.

So auch in der Jugendstunde vor zwei Wochen, die ich an jenem Freitag gestalten durfte. Es ging um Zweifel. Ein Zustand der unsere Fundamente ins wackeln bringen kann…. Zwiespältige Gefühle, Unsicherheit, etwas nicht ganz glauben, fehlende Überzeugung. Wie sieht es mit all diesen Gefühlen aus? Darf ein Christ so etwas überhaupt spüren?  Oder ist das nur ein Zeichen von Glaubensschwachheit?

In eine solche Situation des Zweifels führt uns das Matthäus-Evangelium mit der Geschichte von Johannes dem Täufer. Als  Wan­derprediger lebte er in der Wüste in der Nähe des Jordans. Er wurde durch seine beeindruckenden Reden im ganzen Land bekannt. Johannes predigte viel von Umkehr und Buße. Er rief den Menschen zu nicht so weiterzuleben wie bisher. Viele Menschen wollten Jo­hannes selbst hören und nahmen lange Reisen auf sich, gingen zu ihm hinaus in die Wüste.  Sie ließen sich taufen und selbst Jesus wurde von Johannes getauft.

Johannes war zu seiner Zeit ein unbequemer Mann. Er wagte es, den König Herodes, der mit der Frau seines Bruders Philippus  zusam­menlebte, öffentlich anzuprangern. Deshalb trachtete Herodias (mit ihr lebte Herodes zusammen) nach seinem Tod. Daraufhin lies Herodes Johannes verfolgen und ins Gefängniss werfen. Und Als Johannes im Gefängnis war und von all den Taten Jesu hörte…

… wurde er unsicher (kaum zu glauben….)  Johannes hat bis zu dieser Zeit mit der Hoffnung gelebt, das Gottes Reich greifbar nahe sei.  Er dachte, dass Jesus der lang ersehnte Messias sei, und das Volk Israel in die Freiheit führt. Doch weil dieses große Ereigniss ausblieb (er stellte es sich wahrscheinlich vor, wie Jesus, der Sohn Gottes, mit der Legion Engel vom Himmel kommt….) fing er an zu zweifeln.

Johannes wollte aber Gewissheit haben und schickte aus seiner Zelle Männer zu Jesus, die Ihn fragen sollten – „Jesus, bist du wirklich der da kommen soll, der Messias oder war alles Warten und Hoffen umsonst …? “

Und die Reaktion von Jesus beeindruckt mich: Er ruft nicht laut aus „ Ja, ich bin es! “ Oder zeigt nicht durch eine beeindruckende Demonstration seiner Macht, dass er Gottes Sohn ist. Nein. Er sensibilisiert die Sinne , er fordert sie auf, ihren Blickwinkel zu erweitern:

„Hört und seht!“ Das Gehör und die Sicht muss erst dafür geschaffen werden. Das was Sie noch gar nicht RICHTIG wahrgenommen haben, zeigt Ihnen Jesus!

Er sagt in Math. 11, 4-5,: „ Geht zu Johannes und berichtet ihm, was ihr hört und seht: Blinde sehen, Gelähmte gehen, Aussätzige werden gesund, Taube hören, Tote stehen auf und den Armen wird die Gute Nachricht verkündet! „Hört und seht, bildet euch SELBST ein Urteil!

Da, wo Menschen neu sehen lernen, neu hören können, sich aus Ihrer Erstarrung  in Bewegung setzen, da könnt ihr Anzeichen für Gottes Reich sehen.

Ob Johannes mit dieser Antwort zufrieden war? Erwartet hatte er einen Messias, bei dem einem Hören und Sehen verge­hen?

Gekommen ist einer, bei dem das Hören und Sehen erst aufgetan werden muss. Entspricht die Antwort unseren Erwartungen ? In einer Welt voller Leid und Elend fallen die wenigen Heilungen Jesu kaum ins Gewicht… Bis heute sind Krankheit, Gewalt und Tod geblieben… Und so manchem fällt es schwer an Gottes Gerechtigkeit nicht zu zweifeln. Wie kann er das alles zulassen?

Aber Johannes zweifelte auch, und Jesus sensibilisierte  seinen Blick auf die Wunder die Jesus im Alltag der Menschen getan hatte. Nicht auf einen schlagartigen Wechsel. Eine Herrschaft Gottes von jetzt auf gleich… So wundersüchtig wie wir manchmal sind und nach großen Dingen Ausschau halten und doch die Dinge, die Gott in unserem Alltag tut, vergessen, vernachlässigen, oder als Zufälle oder glückliche Fügung abstempeln….

Lasst uns im Zweifel unsere Sinne schärfen und uns umschauen. Denn Gott spricht oft durch die alltäglichen Dinge zu uns. Sei ermutigt, wenn du Zweifel im Herzen hast.  Selbst  Johannes der Täufer, ein gestandener Mann, von dem Jesus gesagt hat, dass keiner unter den Menschen jemals größer sein wird als er (Mth. 11 , 11) hatte Sie auch, und viele andere Menschen in der Bibel.

Pass nur auf, dass dein Zweifel  nicht zur Verzweiflung wird.  Und wenn dir dieses Argument nicht hilft , dann hier noch eins: Selbst der Atheist muss mit Zweifeln kämpfen. Nämlich mit dem Zweifel, dass es Gott vielleicht doch gibt…

Was dann?

Wer hat wohl die bessere Alternative?

Vom Mond geweckt…

Es ist Nacht und ich bin wach. Ok, ein paar Vögel zwitschern schon, dass bedeutet, dass der nächste schöne Tag nicht lange auf sich warten lässt. Schon einmal habe ich einen Artikel geschrieben, weil ich nicht schlafen konnte.

Wieder ein Tag an dem ich eigentlich ausschlafen könnte (muss schon erst so gegen neun Uhr aufstehen) und da liegt man wach im Bett, dreht sich und wälzt sich, denkt nach, sinnt nach, macht sich Gedanken, verwiFast Vollmond...rft Gedanken, es kommen Ideen zu verschiedenen Sachen, man möchte diese Ideen teilen, leider schläft aber meine Frau selig, anrufen geht auch nicht, weil jeder normale Mensch gerade schläft und ich kann es auch niemandem verübeln, deswegen sitze ich um kurz vor sechs Uhr am Notebook und tippe diese Zeilen und mache verwackelte, verrauschte hübsche Bilder wie dieses.

Zumindest versuche ich es. Bitte verzeiht mir das starke Rauschen, da kommt einfach meine gute, kleine IXUS an ihre Grenzen. Da macht man sich schon langsam über die Vorzüge einer Spiegelreflexkamera mit hoher Lichtempfindlichkeit und Stativ seine Gedanken. Naja, alles zu seiner Zeit…

Die verschiedensten Dinge spuken mir im Kopf rum. Habe mich vorhin mit einem sehr guten Freund unterhalten. Er geht Ende August für ein Jahr nach Uganda. Dort wird er der einzige Weiße im Dorf sein. Das alleine wird eine Herausforderung sein, aber eine noch größere Herausforderung wird auf jeden Fall die Verantwortung sein, die er zu tragen hat. Er ist für die Ziegenzucht zuständig und muss noch einen Haufen andere Aufgaben übernehmen.

Als wir uns unterhalten haben, meinte ich zu ihm, dass ich ihn beneide. Im positiven Sinne. Aber auch hier gilt. Alles zu seiner Zeit…

Diese Woche habe ich den Prediger gelesen. Ich liebe einfach dieses Buch der Bibel. Wenn ihr es noch nicht gelesen habt, dann tut es in nächster Zeit. Wenn ich die Wahl hätte ein oder zwei Bücher bzw. Briefe mit auf eine einsame Insel zu nehmen, ich würde mich wahrscheinlich für den Prediger und den Jakobusbrief entscheiden.

Ich liebe an diesen Büchern den Bezug zur Realität. Da wird über Dinge gesprochen, die dir, die mir jeden Tag begegnen, womit wir konfrontiert werden.

Was mich ganz genau beschäftigt ist das „haschen nach Wind“, dass Salomo öfters erwähnt. Ich denke, wenn es irgendein Mensch beurteilen kann, ob es sich lohnt nach Geld, Macht und Ruhm irdischen Dingen zu streben, dann wird es Salomo sein.

Er hatte alles. Er war der weißeste und ich glaube auch reichste Mensch seiner Zeit. Er musste sich um nichts Sorgen machen. Er musste nur mit seinem kleinen Finger winken, damit irgendwo ein neues Haus für ihn gebaut wird, oder er einen neuen Sportwagen Pferdewagen haben möchte.

Geht es nur mir so, dass ich manchmal mit dem Gedanken spiele, wie es wäre mal einen Tag so zu sein…

Ist es wirklich so toll?

Wahrscheinlich wird man aber noch viel eher nachts wach liegen, weil man sich Sorgen macht wie man sein ganzes Geld zusammenhält…

Deswegen hat er recht. Alles „haschen nach Wind“…

Langsam werden meine Augen wieder schwerer :-). Ich denke ich lege mich wieder hin um noch ein paar knapp drei Stunden zu schlafen…

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Tag. Genießt das Wetter und die Sonne!

Samstagmorgen und ich bin wach…

Ist der Mensch nicht komisch? Da habe ich einmal in der Woche bisschen Zeit mal auszuschlafen und was ist? Ich bin natürlich um die Uhrzeit hellwach, wie ich auch sonst während der Woche wach werde. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass ich jetzt fitter bin als sonst in der Woche… 🙂 Kennt ihr das?

Während ich so im Bett lag, habe ich mir Gedanken gemacht, wie eigentlich meine Woche war. Dabei sind mir dann zwei kleine Situationen in den Kopf gekommen, die ich diese Woche auf der Arbeit erlebt habe.

– Bei uns im Wareneingang darf man für seine Privatzwecke Kartons holen. Diese Kartons stammen von ausgepackter Ware. Sie werden entweder entsorgt oder an die Mitarbeiter verteilt. Da ich letzte Woche ein paar Sachen bei Ebay verkauft habe, benötigte ich eine ganz bestimmte Kartongröße, damit ich im „DHL-Päckchen-Bereich“ bleibe. Deswegen habe ich einen netten Kollegen gefragt, ob er nicht zufällig Kartons in dieser bestimmten Größe hat. „Leider nein, geh doch mal in der Versand, dort gibt dir der Kollege „Sowieso“, einen Karton mit deiner Wunschgröße.“

Im ersten Moment, wollte ich mich schon bei ihm für diesen Tip bedanken, doch da fiel mir ein, dass das dann neue Kartons sind. Wenn ich diese Kartons für meine privaten Zwecke benutze, ist das ja wie Stehlen. Er meinte nur, es sei nicht so schlimm. Gott sei Dank, war ich so geistesgegenwärtig und habe das Angebot abgelehnt.

Zum Glück hat er mir noch einen anderen Platz empfohlen, wo ich dann auch fündig geworden bin… 🙂

Muss ehrlich gestehen, dass ich ab und zu mal ein Dokument oder ein Schreiben für meine privaten Zwecke ausdrucke. Besteht bei ein paar A4 – Blätter ein Unterschied zu einem Karton? Theoretisch natürlich nicht, aber wie sieht es in deiner Praxis aus?

– Bei uns in der Firma bin ich für einen bestimmten Bereich zuständig. Diesen Bereich versuche ich natürlich zu optimieren und verbessern. Deswegen versuche ich auch in den Dialog mit meinen Kollegen zu kommen und mir Verbesserungsvorschläge aus dem Praxisalltag zu holen. Diese Woche hatte ich ein sehr konstruktives Gespräch mit zwei Kollegen. Während sie so die Punkte aufgelistet haben, wo ihrer Meinung nach noch Verbesserungspotential steckt, ist mir schön deutlich geworden, dass es in meinem Bereich noch einiges zu verbessern gibt. Ich verstehe mich zumindest von meiner Seite 😉 richtig gut mit den Beiden und sie haben es auch einer wirklich sehr konstruktiven Form getan, trotzdem stecke ich wie alle Menschen oft ungern Kritik ein.

Damit meine ich nicht, dass ich mit verschränkten Armen und einem mürrischen Gesicht über jeden Punkt diskutiere. Nein, ich meine eher mein Gefühlsleben danach. Man geht aus der Besprechung raus, alle machen noch ein paar lockere Sprüche, aber danach sitzt man im Büro und überlegt, dass man Gott sei Dank leider noch nicht der Weisheit Ende ist.

Ein paar Stunden später sieht man das ganze natürlich schon sehr viel distanzierter und objektiver, aber wie viele Menschen lassen sich „im Eifer des Gefechts“ zu einer unnötigen Diskussion ein? Ich bin Gott dankbar, dass er mir das Bedürfnis gibt mit meinen Mitmenschen auszukommen und nicht mit ihnen zu streiten.

Das sind zwei kleine Erlebnisse, die mir echt viel zu sagen gehabt haben. Zum einen will Gott, dass wir auch in den kleinen Sachen treu, ehrlich und wahrhaftig sind und zum anderen gibt er uns Menschen in den Weg, die uns zeigen wo wir noch Dinge verbessern können. Weiß jetzt nicht, ob der Grundgedanken angekommen ist. Mich hat es jedenfalls eben im Bett beschäftigt… 🙂

In diesem Sinne möchte ich euch ein schönes Wochenende und gute Gemeinschaft mit euren Mitmenschen wünschen.

Genießt die Tage…

Selbstgerecht…

Der Mensch im allgemeinen vor allem ich ist häufig so gestrickt, dass ihm die Fehler des Nächsten, des Partners, des Nachbarn etc. sehr schnell ins Auge fallen.

Dabei übersehe ich auch sehr gerne und recht schnell, wie viele Fehler ich selbst habe.

Ich erwische mich häufig dabei, wie ich selbstgefällig und selbstgerecht im Gottesdienst oder bei einer Unterhaltung sitze und denke, dass dieses Wort oder jene Beschreibung doch genau auf diese oder jene Person passt. Es ist nicht mal so sehr, dass ich das großartig ausspreche oder darüber rede, aber ich denke es in meinem Herzen.

Der Prediger erzählt irgendwas über eine Charakterschwäche oder einen Mißstand und ich überlege sofort, wen er wohl meint. Dabei bin ich genauso angesprochen.

Geht es nur mir so? Sicherlich nicht. Trotzdem soll das keine Entschuldigung für meine oft negativen Gedanken, bestimmten Personen gegenüber, sein.

Das hört sich jetzt abgedroschen an, aber jeder Mensch hat auch seine guten Seiten. Die eine Person ist vielleicht in Gemeindefragen sehr stur, ist aber eine absolut liebevolle Oma und wird von ihren Enkeln dafür vergöttert.

Wer bin ich, dass ich dann diesen Menschen pauschal verurteilen darf.

„Ziehe erst den Balken aus deinem eigenen Auge, bevor du den Splitter in dem Auge deines Nächsten siehst.“