Werdet wie die Kinder…

Ein guter Freund von mir hat diese Woche ein interessantes Erlebnis gehabt, dass er mit uns teilen möchte…

Danke erstmal all denen, die sich die Zeit nehmen mein kleines Erlebnis und meine Gedanken zu diesem doch sehr einfachen Geschehen zu lesen.
Ich habe überlegt, will ich hier anonym bleiben oder soll meine Name bekannt werden und mir ist ein Bibelvers in den Kopf gekommen, der mir bei meiner Taufe vorgelesen wurde. Er ist aus dem Römerbrief, dort steht.Kind aus dem Slum...
„Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben“.
Nun.., ich bin der Wadim, bin an einem 22ten geboren, an einem 22ten wiedergeboren und das ganze mit 22Jahren:-) Dafür will ich Gott danken und Ihm die Ehre geben.

Aber nun zurück zu meiner Geschichte.
Vor einigen Tagen war ich mit meiner kleinen Schwester unterwegs in der Stadt. Sie ist 5 Jahre alt und ein sehr aufmerksames Kind.
Als wir auf unseren Bus warteten kam auf uns eine Frau zu, gab mir ein Bild in die Hand, darauf abgebildet, ein kleiner Junge der an Leukämie erkrankt war. Mit der Hoffnung etwas Geld von mir zu bekommen, sah sie mich mit bittenden Augen an. Ich schaute sie an und stellte ihr ein paar Fragen, die sie aber nicht beantworten konnte weil sie kaum Deutsch sprach.

Mir kamen sofort verschiedene Gedanken…  Soll ich ihr etwas geben oder nicht?
Aus Erzählungen wusste ich, dass diese Menschen meistens aus einem andernen Land kommen, kein Geld haben und kaum Deutsch sprechen und so auf die Straße geschickt werden um zu betteln. Also, kein krankes Kind, alles Lug und Betrug, dachte ich.
Ich überlegte mir wie ich dieser Frau geschickt entkommen konnte ohne ihr etwas zu geben.
Aber wer solchen Menschen schon begegnet ist, weiß dass es nicht einfach ist ihnen zu entkommen:-) und so gab ich ihr eine kleine Summe.
Sie hat sich sehr bedankt und war dann auch schon weg.
Wir zogen unseres Weges weiter und ich machte mir weiter keine Gedanken. Doch hin und wieder kam mir diese Frau in den Kopf, und ich überlegte mir immer noch eine passende Strategie wie ich dieser Frau praktisch ausweichen konnte.

Und so neigte sich der Tag langsam dem Ende zu und wir waren auch schon wieder in unserem doch so vetrauten Heim.
In der Küche bereiteten meine Schwester und ich uns was zu essen und machten es uns dann in meinem Zimmer gemütlich bei entspannter Musik und gedämmtem Licht.
Wir lachten viel, machten Scherze und hatten eine Menge Spaß, es war ein wundervoller Abend.
Ja und während wir da saßen und aßen, rief plötzlich meine Schwester laut:“ Wir haben vergessen zu beten und zu danken!“
Dann fing sie an zu beten: „Danke dafür, dass wir zu essen haben. Danke dafür, dass wir zu trinken haben, und ja, Danke dafür dass wir Geld haben und es den Armen geben dürfen…!“
Dies war der entscheidende Moment, da da hats bei mir mächtig klick gemacht und ich musste mich schämen.
Während ich mir den Kopf zebrach wie ich dieser Frau aus dem Weg gehen konnte, dankt Sie mit Ihrem kindlichen und doch so reinen Gedanken dafür, das wir genug Geld haben und es weitergeben dürfen. Sie hat sich dieses Geschehen in der Stadt gemerkt und dafür gedankt.
Ich schäme mich immer noch.

„Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen!“ Mth. 18,3

„Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn“ Ps.127,3

Ich danke Gott, dass er durch Kinder zu uns redet und dass wir von Ihnen lernen dürfen, auch wenn die meisten glauben, Kinder lernen nur von den Erwachsenen. Wir müssen den Kindern mit gutem Vorbild voran gehen, sie mit grösster Weisheit unterrichten, darum lasst uns um eine ganz besonders göttliche Weisheit von oben bitten.
Den es liegt allein an uns wie unsere Kinder einmal werden.
Ich Danke Gott dafür das er mich davor bewahrt hat der Frau nichts zu geben, welch schlechtes Vorbild ich doch gewesen wäre.
Wir sagen oft, wie ungezogen die Kinder bzw. Jugendliche heutzutage doch sind, aber dabei lassen wir ganz außer acht, dass wir sie zu diesen Menschen gemacht haben.
Einen Jugendlichen oder Erwachsenen kann man schwer bessern, aber ein junges Bäumlein kann man stützen, es pflegen, gießen und gerade aufwachsen lassen damit die Wurzeln tief und fest werden.

So lasst uns Gott danken für dieses wundervolle Geschenk der Kinder und sie mit Liebe, Geduld und Sorgfalt großziehen, damit sie zu dauerhaften Kinder Gottes heranwachsen.

Advertisements

Eine Antwort zu “Werdet wie die Kinder…

  1. Pingback: Werdet wie die Kinder… II « Gedanken zum Leben

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s